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Adolf Muschg – der Andere

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Seeblick (Romanshorn)    22. Juni 2022    Markus Bösch

«Leben ist, an sich arbeiten»

Es ist eine eindrückliche Lebensgeschichte, ins Bild gesetzt in einem ebenso beeindruckenden Film. Und der Regisseur Erich Schmid hat immer wieder Biografien in faszinierende Narrative umgesetzt: «Hier – und anderswo auch – wähle ich aus, aus Bestehendem, gehe an die Schauplätze des Geschehens. Da entstehen die Szenen, die in der Schlussmontage zum (Dokumentar)Film werden. Und ich will ganz grundsätzlich mit Filmen festhalten und zeigen, was bleiben kann. Auch darum ging es mir in «Adolf Muschg – der Andere» nicht vorrangig um politische und kritische Fragen.»

Freundschaftlich

Schmid wurde am Donnerstagabend, 16. Juni, von Margrit Stickelberger befragt zu Muschg-Themen: zu Fukushima, Japan, seinem Leben und auch seinen Aussagen: Er habe ihn, seinen Protagonisten so behandelt, wie der es für sich erwartet. Darum war die Zusammenarbeit so freundschaftlich und fruchtbar, wurden Aussagen möglich wie «Die Lebensaufgabe ist doch, so an sich zu arbeiten, dass man Unterhaltungswert für den anderen hat. Und wer sich des Anderen in sich bewusst ist, kann offen sein für das Fremde. Wiewohl die fernöstlichen Weisheiten teilweise Gemeinplätze sind, war für Muschg klar: «Mit jedem Menschen bin ich wieder anders. Verschiedenheiten lassen sich mit diesem Wissen auch akzeptieren.»

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ARGUS Medienbeobachtung    20. Juni 2022

Sammlung einer Auswahl Berichte über den Flm

Wenn man die Berichte im angehängten Dokument im Original anschauen möchte, bitte den Link: ARGUS (unterstrichen) anklicken, dann treten die Artikel und Berichte faksimile in Erscheinung.

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Tagblatt (St. Gallen)    5. Juni 2022    Hansruedi Kugler

Imposantes Porträt - alles hoch interessant

Die filmische Biografie «Adolf Muschg – der Andere» von Erich Schmid:

Ein imposantes Porträt... alles hoch interessant... gut gewählt der Ausgangspunkt des Porträts... Adolf Muschg, der letzte Grossmeister der Schweizer Literatur, erhält hier im Filmporträt ein intimes Vermächtnis geschenkt, das ihn mit dem Regisseur nach Japan, Berlin und die USA führt.

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NZZ Neue Zürcher Zeitung    3. Juni 2022    Roman Bucheli

Der verlorene Japaner

Der Filmemacher Erich Schmid porträtiert den Schriftsteller Adolf Muschg in einem subtilen Dokumentarfilm

Er kann die grauenvollsten Sätze sagen, ohne mit der Wimper zu zucken. Fast sieht man dann sogar die Andeutung eines Lächelns in seinen Mundwinkeln, als würde er vorsorglich um Entschuldigung bitten für das, was nun gleich kommt. Zum Beispiel: «Natürlich waren meine Eltern als gute Christen auch normale Antisemiten.» Oder einen Satz wie diesen: «Mein Grossvater war ein Haustyrann. Und es ist möglich, dass er sich an seinen Töchtern vergriffen hat.» Auch an Adolf Muschgs Mutter. Es sei, so sagt er, einer der Gründe gewesen für ihre jahrelange Depression. Und dann sagt er noch einmal einen dieser Sätze: «Sie wurde mit Elektroschocks behandelt. Das war damals noch die ärztliche Kunst.»

Der Schweizer Filmemacher Erich Schmid («Meier 19», «Max Bill») hat einen Dokumentarfilm über Adolf Muschg gedreht. Er ist weniger ein Rückblick auf das literarische Schaffen des Schriftstellers als vor allem eine biografische Recherche. Dazu gehört auch eine Kindheit mit dramatischen Wendungen. Adolf Muschg hat sich von den Traumata nie gelöst, er trägt sie mit sich herum. Ob er seinen Frieden damit gefunden hat, weiss vielleicht nicht einmal er selber. Wenn man ihm zuschaut, wie er davon erzählt, ahnt man, dass die Erinnerung ihn noch heute aufwühlt. Und es macht darum auch die Stärke dieses Films aus, dass die Kamera immer wieder lange auf Muschgs Gesicht bleibt. Die Tonspur verlängert sich dann ins Bild.

Die freundliche Boshaftigkeit

«Adolf Muschg – Der Andere» heisst der Film. Das klingt etwas pathetisch. Vermutlich wäre es mit Blick auf Muschgs Lebensgeschichte treffender gewesen und auch angemessener, für die filmische Umsetzung einen Titel wie «Adolf Muschg – Die Vielen» zu wählen. Denn davon erzählen Schmids eindrückliche Bilder: Wie einer sich über die Jahre unentwegt verwandelt hat. Man glaubt Muschg aufs Wort, wenn er im Film wiederholt gegen das reduktionistische Identitätsdenken anredet: «Wenn ich sage, ich bin, der ich bin, dann erkläre ich meine Entwicklung für abgeschlossen und bin entweder ein Idiot oder ein Gott.»

Der Film zeigt uns den Schriftsteller in seinem Laboratorium der Sprache, den Professor an der ETH Zürich oder den Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, er zeigt uns den alten Mann, der sich an seine Mutter und den bigotten Vater erinnert. Oder er stellt uns den politisch engagierten Citoyen und Intellektuellen vor, unübertroffen in seiner Abgeklärtheit zum Beispiel im Fernsehgespräch mit Frank A. Meyer. Auf dessen Frage, ob ihm die Bezeichnung «linker Intellektueller» recht sei, schaut Muschg sein Gegenüber ruhig an, sagt dann ganz freundlich: «Wenn ich böse sein wollte, müsste ich sagen, wenn man nachzudenken beginnt, wird man offenbar links eingeordnet.» Muschg hat die Gabe zu solcher Präzision im Denken und Formulieren wie nur wenige.

Keine dieser Rollen waren Anmassungen. Muschg war und ist kein Spieler, er wirft in alles, was er macht, die ganze Person. Er verwandelt sich. Als er von einem jugendlichen Erweckungserlebnis erzählt, bezeichnet er es als den «Anfang meiner Abweichung». Es ist mehr als das: Es ist der Anfang seiner Suche nach sich selbst. Er sucht stets den, der er vielleicht einmal werden könnte.

Sehnsucht nach Herkunft

In seinem Fall handelt es sich um eine Rückkehr. Er ist der verlorene Japaner. Und (fast) alles, was er in seinem Leben unternommen hat, waren Reisen dorthin zurück. Es begann mit dem Kinderbuch seiner Halbschwester Elsa, die einige Zeit als Kindermädchen in Japan gelebt hatte. Sie und ihr Kinderbuch weckten seine Japan-Sehnsucht. «Das ist meine Lebensaufgabe, herauszufinden, wo ich eigentlich herkomme und wo ich stehe.» Der Film mit seinen langen Japan-Sequenzen lässt keinen Zweifel daran: Nie ist Muschg gelöster, befreiter, als wenn er in Japan ist.

Im Kino

Neue Zürcher Zeitung NZZ, 3. Juni 2022, Roman Bucheli, Feuilleton, Seite 30

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Textatur    3. Juni 2022    Rolf Breiner

Ein differenziertes, sehr persönliches Bild

... Kein gewöhnliches Biopic, sondern ein differenziertes, sehr persönliches Bild des bekannten Intellektuellen. Ausgangspunkt ist Muschgs Roman «Heimkehr nach Fukushima» und sein Verhältnis zu Japan, das ihm mehr als ans Herz gewachsen ist, nicht nur weil er mit der Japanerin Atsuko Kanto verheiratet ist. Die Frage nach dem Anderen, auch nach dem Anderen in sich selbst, sind Leitthemen dieser persönlichen Annäherung. ...

Bewertung: Fünf von sechs Löwen

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Der Bund    3. Juni 2022    Alexander Sury

Differenziert...

Differenziert zeichnet Erich Schmids Film den Weg ins Freie eines ebenso Hochbegabten wie Gefährdeten nach und lebt von den souveränen, mitunter auch schalkhaften Selbstreflexionen Muschgs.

«Bund»-Filmsoirée, heute (3.6.22) , 20 Uhr, Kino Movie, Bern. In Anwesenheit des Regisseurs.

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Seniorweb    2. Juni 2022

Interview mit dem Regisseur

Beat Steiger interviewt Erich Schmid über seinen Film «Adolf Muschg – der Andere», der landauf, landab im Kino läuft. In Wil SG stellte sich der Regisseur und Drehbuchautor nach dem Film im "Cinewil" den Fragen aus dem Publikum.

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P.S. (SP-Wochenzeitung, Zürich)    1. Juni 2022    froh.

Zurück an Erinnerungsorte

Erich Schmid reist mit Adolf Muschg zurück an Erinnerungsorte und damit durch dessen bewegtes Leben.

Schön herauskommt, dass ein Leben nicht nur eine lineare Entwicklung von bewussten Entscheidungen darstellt, sondern dessen Verlauf im Mindesten genauso stark von Glück abhängt. Wäre Adolf Muschg (*1934) in den Jahren der StudentInnenrevolten in Europa nicht in den USA gewesen, hätte er sich ihnen angeschlossen und seine Berufung zum Literaturprofessor an der ETH wäre zum damaligen Zeitpunkt ganz gewiss ganz dezidiert ausgeschlossen gewesen. (...)

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Tagblatt der Stadt Zürich    1. Juni 2022    JS/RED

Bildgewaltiger Film

Der Dokumentarfilm «Adolf Muschg – Der Andere», der morgen Donnerstag in den Kinos startet, schildert bildgewaltig die Stationen im Leben des Schweizer Gross-Schriftstellers.

Der biografische Film beleuchtet einen gewichtigen Aspekt in Adolf Muschgs Leben und Werk. Der Film lässt wichtige Weggefährten in Adolf Muschgs Leben zu Wort kommen, etwa Ursula Angst, die in Zollikon den «kleinen Dölfli» in der Primarschule erlebte. Juristin Yvonne Lenzlinger wiederum war in den 1970er Jahren Sekretärin der kantonalen Zürcher SP und begleitete Adolf Muschgs Ständeratskandidatur. (…)

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Schweizerischen Depeschen Agentur / Keystone    30. Mai 2022

Subtil zu einem abgerundeten Ganzen verknüpft

Personen in der Öffentlichkeit, wie Adolf Muschg, wird gerne nachgesagt, sie seien eitel. Wer Stellung bezieht, macht sich angreifbar. In „Muschg – der Andere“ ist nichts davon zu spüren. Erich Schmid zeigt einen Menschen, der in Japan in die Lehre ging und hier sich selbst kennen lernte. Das Schöne am Anderen sei, sagt Muschg, dass man so nichts über diesen Anderen, „aber eine Menge über sich selbst erfährt“. Östliche und westliche Kultur beglücken einander.

Von Atom bis Zen

Der Film beginnt mit Fukushima und schliesst mit dem Besuch in einem Tempel in Kyoto. Auf diese Weise spannt er einen Bogen von A wie Atom bis Z wie Zen, um in deren intimer Mitte Muschgs Kindheit, seine Hypochondrie und seine Lehrtätigkeit zu bergen.

Subtil verknüpft Erich Schmid so eine Reihe von Motiven zu einem abgerundeten Ganzen.

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Cineman    17. Mai 2022    Björn Schneider

Geschichtenerzähler und Weltenbummler

Er zählt zu den bekanntesten Schweizer Literaten und bedeutendsten Intellektuellen seiner Heimat: der Literaturwissenschaftler Adolf Muschg. Das von subjektiven Beobachtungen und Reisen in die Vergangenheit geprägte Doku-Porträt lebt von den geistreichen Anmerkungen und der Offenheit des Porträtierten.

Die berufliche und künstlerische Karriere von Adolf Muschg ist von einer enormen Vielfalt geprägt. Der heute 88-jährige war Hochschullehrer u.a. in Deutschland und den USA, Präsident der Berliner Akademie der Künste und veröffentlichte bis zuletzt gefeierte Romane. Der biografische Film «Adolf Muschg – Der Andere» befasst sich mit Leben und Werdegang eines Mannes, dessen Kindheit und Jugend vom frühen Verlust des Vaters und der depressiven Erkrankung der Mutter geprägt wurde.

Muschg ist seit jeher ein Mensch, der sich in gesellschaftliche Diskussionen einmischt, Denkanstösse gibt und sich zu politischen Zeitfragen äussert. Das brachte ihm immer wieder Kritik ein, etwa sein Vergleich von Auschwitz mit der sog. «Cancel-Culture» im vergangenen Jahr. Doch Muschg ist es wichtiger kluge, reflektierte Streitdebatten anzuregen als stillschweigend die Entwicklungen in der Welt einfach so hinzunehmen.

Über letztere äussert er sich immer wieder in «Adolf Muschg – Der Andere», etwa über die Gefahr der Kernenergie im Rahmen einer Japan-Reise. Die Reise ist für Weltenbummler Muschg ein Trip in die Vergangenheit und er lebte und lehrte dort viele Jahre. Nicht zuletzt durch den Besuch früherer Wohn- und Wirkungsstätten kommt man Muschg sehr nah. Gemeinsam mit Regisseur Erich Schmid geht es in den Heimatort Zollikon, nach Berlin oder nach Schiers. Dort besuchte Muschg das strenge evangelische Internat, in dem man ihm Gottesfürchtigkeit lehrte – und «normale» jugendliche Sehnsüchte sowie emotionale menschliche Empfindungen gleich welcher Art, ob Heimweh oder Sexualität, nicht geduldet wurden.

An all diesen Orten berichtet Muschg auf die ihm so typisch besonnene, stets etwas verschmitzte Art von wichtigen Vorkommnissen und Anekdoten. Denn Geschichten erzählen – das kann er. Dazu zählt auch jene rund um das schwierige Verhältnis zu seinem bibeltreuen Vater, der in einem Regionalblatt gegen die ersten Anzeichen weiblicher Emanzipation anschrieb. Ausgenommen durchdacht und hintersinnig sind auch Muschgs Äusserungen, wie er sich selbst die Entstehung seiner heftigen Hypochondrie erklärt.

Schmids ungeschliffene, ungekünstelte Handkamerabilder lassen zudem eine angenehme Nähe zum Porträtierten entstehen. Der Regisseur selbst greift nicht ins Geschehen ein und lässt Muschg das Tempo und die Dramaturgie weitestgehend selbst vorgeben. Spannend wäre gewesen, hätte Schmid den Protagonisten noch etwas mehr auf frühere streitbare, stark kritisierte Äusserungen angesprochen. Und ihn danach gefragt, ob und wie sich seine Positionen sowie Haltungen mittlerweile geändert haben.

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NZZ am Sonntag    30. September 2021    Manfred Pabst

NZZ am Sonntag

«Adolf Muschg – der Andere»: In seinem jüngsten Dokumentarfilm widmet sich der 1947 in Frauenfeld geborene Autor und Regisseur Erich Schmid, zu dessen Œuvre Filme wie «Er nannte sich Surava», «Meier 19» und «Max Bill» gehören, dem Schriftsteller Adolf Muschg. Er begleitet den mittlerweile 87-Jährigen an die Orte seines Lebens – vom Elternhaus in Zollikon über das Internat in Schiers bis nach Japan und in die USA. Er zeigt ihn als ETH-Professor und Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin, folgt den Spuren des Romans «Heimkehr nach Fukushima» ins radioaktiv verseuchte Gebiet, zeigt aber auch Muschgs Nähe zur Zen-Philosophie. Schmids suggestives biografisches Porträt basiert hauptsächlich auf Selbstzeugnissen des Autors. ... (Manfred Papst) ★★★★✩

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Cineeuropa.org    30. September 2021    Giorgia Del Don

Erich Schmid non ha paura di abbordare “mostri sacri”

Con il suo ultimo lungometraggio, Erich Schmid ci regala il ritratto di un personaggio atipico che ha marcato profondamente la storia culturale della Svizzera, ma non solo

Dopo essersi lanciato, nel 2016, nella ricostruzione della storia personale di Klaus Rósza (in Klaus Rózsa, Photographer), fotografo e attivista politico nato in Ungheria ma cresciuto in Svizzera dove si è sempre battuto per rendere visibili le ingiustizie presenti anche nella sua patria d’adozione, Erich Schmid tenta questa volta di cogliere l’essenza di uno degli intellettuali e scrittori svizzeri più influenti dopo Max Frisch e Friedrich Dürrenmatt: Adolf Muschg.

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Ormai esperto nell’arte di ritrarre personaggi atipici e coraggiosi che hanno saputo guardare ben oltre la banalità del quotidiano infrangendo regole che sembravano inscalfibili, Erich Schmid non ha paura di abbordare “mostri sacri” dell’arte e della cultura svizzera. Prima di Adolf Muschg è infatti Max Bill, il rivoluzionario architetto, pittore, designer e molto altro ancora ad essere stato scrutato dalla sua cinepresa nel film Max Bill – Un regard absolu (2008). Una curiosità e un’abilità che gli permettono di scavare in profondità nella mente di artisti di cui si crede di conoscere ormai quasi tutto.

Adolf Muschg - The Other, presentato in prima mondiale allo Zurich Film Festival nella sezione Special Screenings è il frutto di una ricerca approfondita su uno scrittore la cui infanzia difficile ha forgiato una personalità libera e ribelle seppur sempre ancorata in un contesto istituzionale che ha saputo plasmare a sua immagine e somiglianza. Prima di diventare il grande scrittore ed esperto della cultura orientale, nonché influente personaggio politico che conosciamo, Adolf Muschg è stato un bambino abbandonato a sé stesso da un padre anziano, morto quando era ancora molto giovane e da una madre che soffriva d’una grave depressione dovuta, probabilmente, agli abusi subiti da piccola. Il destino ha voluto che il piccolo Adolf (nome ereditato dal padre che ha spesso scatenato evidenti ed istintive antipatie), confrontato con il conservatorismo di un padre bigotto e con la fragilità d’una madre presente solo quand’era malato, trovasse però la forza per ribellarsi. La goccia che ha fatto traboccare il vaso è stato un “rito d’iniziazione” subito durante un campo scout dalle parvenze filonaziste durante in quale il giovane Muschg è stato immerso in un secchio pieno d’urina. Da allora, lo scrittore e filosofo svizzero non ha smesso si indagare la società che lo attornia, il rapporto all’”altro” che ci rimanda al legame profondo e complesso che istauriamo con noi stessi in una società spesso troppo focalizzata sull’io e i suoi superficiali bisogni. Dopo un soggiorno nel famigerato internato evangelico di Zollikon, dove sperimenta un totalitarismo e un rigore estremo che gli lasciano delle ferite profonde, Muschg studia la letteratura tedesca e la psicologia a Zurigo e Cambridge. La sua carriera lo porterà successivamente ad accettare un posto di insegnamento prima all’Università cristiana internazionale di Tokyo, città che lo affascina profondamente e dove scrive il suo primo romanzi che lo renderà celebre Im Sommer des Hasen e successivamente alla celebre università di Cornell, negli Stati Uniti. È proprio lì che sperimenta un clima politico in ebollizione, un bisogno di libertà e una rimessa in questione dell’ordine stabilito che non lo abbandoneranno mai. Dopo il suo ritorno in Svizzera dove insegna letteratura alla Scuola Politecnica Federale di Zurigo e fonda l’importante e avanguardistico Collegium Helveticum, la sua ascesa all’olimpo della letteratura mondiale in lingua tedesca lo porta all’Accademia delle arti di Berlino di cui diventa presidente dal 2003 al 2006. Senza appesantire il film con una spesso superflua voce fuori campo, Erich Schmid lascia che il suo personaggio si esprima con la calma e l’ironia che lo rendono unico e che ne svelano aspetti ancora sconosciuti. Un ritratto di un uomo del suo tempo, con tutti i privilegi riservati al suo genere, che ha saputo indagare nel profondo dell’umanità senza accontentarsi di godere senza scrupoli, come molti, del confort che la sua posizione: d’uomo bianco, colto ed eterosessuale gli attribuiva di diritto. Agli altri il compito di portare avanti il dibattito, ancora estremamente attuale e scottante sulla differenza.

Adolf Muschg-The Other è prodotto da Ariadnefilm GmbH, che si occupa anche delle vendite all’internazionale, e SRF Schweizer Radio und Fernsehen/SRG SSR.

Tages-Anzeiger / Bluewin News    27. September 2021    Schweizerische Depeschen Agentur SDA

«Zwei Künstler, zwei Zürcher, zwei weise alte Männer.»

Mit dem Schriftsteller Adolf Muschg und dem Graffitikünstler Harald Naegeli kommen am 17. Zurich Film Festival zwei grosse Schweizer Persönlichkeiten zu filmischen Ehren.

Beide Werke, die am Wochenende als Weltpremieren am Zurich Film Festival gezeigt wurden, haben Tradition im Schweizer Filmschaffen. Der Dokumentarfilm hat seit jeher einen hohen Stellenwert im einheimischen Film, und Porträts über Persönlichkeiten, gerade auch über Künstler – sogenannte Biopics – werden jedes Jahr produziert.

Die Filmporträts «Adolf Muschg – Der Andere» von Erich Schmid wie auch «Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich» von Nathalie David reihen sich in das in der Schweiz herausragende Genre des Biopics ein. Wer an den beiden Kulturgrössen interessiert ist, wird von den neuen Filmen nicht enttäuscht, weil sowohl Muschg wie Naegeli auch Überraschendes und Persönliches preisgeben.

Ironische Statements

Während der grosse Intellektuelle Adolf Muschg den Film mit wohlformulierten Worten quasi alleine bestreitet, versucht sich der scheue Protestkünstler Harald Naegeli den Dreharbeiten immer wieder zu entziehen. Muschg ist nicht nur in fast jeder Szene im Bild, er erzählt quasi im Alleingang sein ganzes Leben...

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Zolliker/Zumiker Bote    24. September 2021

Adolf Muschg – der Andere

Im Rahmen des ZFF wird ein Film über den gebürtigen Zolliker Adolf Muschg gezeigt. Gedreht von Erich Schmid im Zumiker Bill-Haus, wo der Regisseur, verheiratet mit Max Bills Witwe. lebt und arbeitet.

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art.tv    21. September 2021

«Mit Humor und Offenheit führt Adolf Muschg mit persönlichem Kommentar durch den Film.»

Das Schöne am Andern sei, dass man nichts über ihn, jedoch viel über sich selbst erfährt!

Das dokumentarische Porträt von Regisseur Erich Schmid folgt Muschg nicht nur auf seinem Werdegang, sondern auch auf den Spuren seines letzten Romans «Heimkehr nach Fukushima» ins verstrahlte Japan und ins Zen-Kloster. Mit Humor und Offenheit führt Adolf Muschg mit persönlichem Kommentar durch den Film.

Adolf Muschg, nach Frisch und Dürrenmatt der bedeutendste Schweizer Intellektuelle, schrieb sich in die vordersten Ränge der Literatur. Er war ETH-Professor und präsidierte die Akademie der Künste in Berlin. Der biografische Film folgt den Spuren seines Romans Heimkehr nach Fukushima ins radioaktive Gebiet, aber auch ins japanische Zen-Kloster, wo er sein Anderes gesucht hatte, um das Fremde besser zu verstehen. Der Start ins Leben war schwer. Sein Vater starb früh, die Mutter war depressiv. Als Halbwaise durchlief er das Internat, studierte in Zürich und Cambridge, lehrte in Tokio, Göttingen und an der Cornell University in den USA, wo er in den Aufbruchjahren von 1967-69 («Vietnam», «Woodstock») politisiert wurde.

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romandie-guide.ch    30. September 2021    Felipina Vences

Adolf Muschg – L’Autre

Avec son dernier long métrage, Erich Schmid nous offre le portrait d’une figure atypique qui a marqué durablement l’histoire culturelle de la Suisse, mais pas seulement

Après avoir commencé en 2016 par la reconstitution de l’histoire personnelle de Klaus Rósza (en Klaus Rózsa, photographe), photographe et militant politique, né en Hongrie mais élevé en Suisse, où il s’est toujours battu pour rendre visibles les injustices dans son pays d’adoption, Eric Schmid Cette fois, il tente de saisir l’essence de l’un des intellectuels et écrivains suisses les plus influents après Max Frisch et Friedrich Dürrenmatt : Adolf Muschg.

Expert dans l’art de représenter des personnages atypiques et courageux qui pourraient voir bien au-delà de la banalité du quotidien en brisant des règles apparemment inviolables, Erich Schmid n’a pas peur d’approcher les « monstres sacrés » de l’art et de la culture suisses. Avant Adolf Muschg, c’était Max Bill, l’architecte révolutionnaire, peintre, designer et bien plus encore, qui était scruté par sa caméra sur pellicule. Max Bill – un regard absolu (2008). Une curiosité et une capacité qui lui permettent de plonger au plus profond de l’esprit d’artistes que l’on pense désormais presque tout savoir.

Adolf Muschg – L’Autre présenté en première mondiale au Festival du film de Zurich dans la section Séances Spéciales, il est le fruit d’une recherche approfondie sur un écrivain dont l’enfance troublée a façonné une personnalité libre et rebelle, mais toujours ancrée dans un contexte institutionnel qu’il a su façonner à son image. Avant qu’Adolf Muschg ne devienne le grand écrivain et expert de la culture orientale, ainsi qu’une personnalité politique influente, que l’on sait, il était un enfant né d’un père âgé décédé très jeune et d’une mère qui souffrait de dépression sévère. , a été livrée à elle-même, probablement en raison des abus qu’elle a subis dans son enfance. Le destin aurait voulu que le petit Adolf (nom hérité de son père, qui suscitait souvent une antipathie évidente et instinctive) soit confronté au conservatisme d’un père sectaire et à la fragilité d’une mère, présente seulement lorsqu’il était malade, mais qui retrouvait la force se rebeller. La goutte qui a fait déborder le vase a été un « rite d’initiation » subi lors d’un camp de scouts aux allures nazies, au cours duquel le jeune Muschg a été plongé dans un seau rempli d’urine. Depuis, l’écrivain et philosophe suisse n’a cessé d’interroger la société qui l’entoure, le rapport à « l’autre » qui nous rappelle le lien profond et complexe que nous entretenons avec nous-mêmes dans une société souvent trop autocentrée. et ses besoins superficiels. Après un séjour au célèbre internat évangélique de Zollikon, où il a connu un totalitarisme et une extrême dureté qui lui ont laissé de profondes blessures, Muschg a étudié l’allemand et la psychologie à Zurich et à Cambridge. Son parcours le conduit par la suite à accepter d’abord un poste d’enseignant à l’Université Chrétienne Internationale de Tokyo, ville qui le fascine profondément et où il écrit son premier roman qui le rendra célèbre. A l’été du lapin et plus tard à la célèbre université Cornell aux États-Unis. C’est justement là qu’il éprouve un climat politique bouillant, un besoin de liberté et une remise en cause de l’ordre établi qu’il ne peut plus lâcher. Après son retour en Suisse, où il a enseigné la littérature à l’École polytechnique fédérale de Zurich et fondé l’important et avant-gardiste Collegium Helveticum, son ascension vers l’Olympe de la littérature mondiale de langue allemande l’a conduit à l’Académie des arts de Berlin, de dont il fut président de 2003 à 2006 Sans alourdir le film d’un hors-commentaire souvent superflu, Erich Schmid laisse s’exprimer son personnage avec le calme et l’ironie qui le rendent singulier et révèle des aspects encore méconnus. Portrait d’un homme de son temps, avec tous les privilèges de son genre, qui a pu explorer les abîmes de l’humanité sans se contenter, comme beaucoup d’autres, de jouir sans scrupule du confort de sa position : un homme blanc, cultivé et attribué à l’être hétérosexuel. Les autres ont pour tâche de poursuivre le débat, toujours d’actualité et brûlant de la différence.

Le Temps    9. September 2021

Le Temps

[...] les 22 films suisses comprennent Adolf Muschg – der Andere (Adolf Muschg – cet autre) d’Erich Schmid. Cet biographie se déroule au Japon, en Suisse et en Allemagne, où Adolf Muschg, en tant que président de l’Académie des arts, occupait la plus haute fonction culturelle du monde germanophone dans le Berlin des années 2000.

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cineuropa.org    30. September 2021    Giorgia Del Don

Adolf Muschg – The Other

With his latest feature film, Erich Schmid treats us to a portrait of an unusual individual who has left a lasting imprint on cultural history, in Switzerland and elsewhere

Adolf Muschg - The Other

by Giorgia Del Don

30/09/2021 - With his latest feature film, Erich Schmid treats us to a portrait of an unusual individual who has left a lasting imprint on cultural history, in Switzerland and elsewhere

Review: Adolf Muschg - The Other

After embarking upon the reconstruction of Klaus Rósza’s personal story in 2016 (in Klaus Rózsa, Photographer) which saw him home in on the photographer and political activist born in Hungary but raised in Switzerland where he always fought to expose the injustices which also plagued his adopted homeland, Erich Schmid is now trying to capture the essence of one of the most influential Swiss intellectuals and writers of all time, after Max Frisch and Friedrich Dürrenmatt: Adolf Muschg.

Now an expert in the art of depicting unusual and courageous characters who knew how to look far beyond the banality of everyday life and who broke seemingly indestructible rules, Erich Schmid isn’t afraid to investigate the “sacred cows” of Switzerland’s artistic and cultural landscape. Before Adolf Muschg, it was Max Bill, the revolutionary architect, painter, designer and far, far more, who was scrutinised through the lens of Schmid’s camera, resulting in Max Bill – Das absolute Augenmass (2008). His curiosity and skill allow him to drill down into the minds of artists about whom we thought there was nothing left to learn.

Presented in a world premiere within the Zurich Film Festival’s Special Screenings section, Adolf Muschg - The Other is the product of extensive research on a writer whose difficult childhood helped to forge a free and rebellious personality, albeit always anchored within an institutional context which he knew how to mould to his own image and likeness. Before becoming the great writer and expert in oriental culture that he is, not to mention the influential political figure that we’re all familiar with, Adolf Muschg was a child left to his own devices by an elderly father who died when he was still very young and by a mother who suffered from severe depression, probably owing to the abuse she’d suffered as a child. Destiny decided that little Adolf (a name inherited from his father which often triggered understandable, instinctive hostility), who was caught between the conservatism of his bigoted father and the fragility of his mother who was only ever present when her son fell sick, would nonetheless find the strength to rebel. The straw which broke the camel’s back was an “initiation rite” which he was forced to undergo during a Nazi-esque boy scouts’ camping trip, whereby young Muschg was immersed into a bucket full of urine. From that point on, the Swiss writer and philosopher has ceaselessly examined the society around him and our relationship with “the other”, which leads us back to the deep and complex connection we develop with ourselves, in a society which is too often focused on egos and their superficial needs. After a stay at the infamous, evangelical Zollikon boarding school, where he witnessed totalitarianism and extreme levels of strictness which left him with deep and lasting wounds, Muschg studied German literature and psychology in Zurich and Cambridge. His career then saw him accepting a teaching post, first at the International Christian University in Tokyo, a city which deeply fascinated him and where he wrote his first novels which brought about his fame - Im Sommer des Hasen – and then at America’s world-renowned Cornell University. It was here that he experienced a political climate in ferment, a need for freedom, and a tendency to question the established order which would never subsequently leave him. Following his return to Switzerland, where he taught literature at ETH Zurich and founded the important, avant-gardist laboratory/think tank Collegium Helveticum, his rise to the Olympus of German-language world literature brought him to the Academy of Arts in Berlin, where he came to serve as president between 2003 and 2006. Choosing not to weigh the film down with an often-superfluous voice-over, Erich Schmid allows his character to express himself with the calmness and irony which make him unique, and which reveal previously undiscovered sides of Muschg. It’s a portrait of a man of his time, vested with all the privileges reserved for his sex, who knew how to drill down into humanity’s deeper recesses, without contenting himself, as so many others do, to unashamedly enjoy the comfort his position afforded him by rights as an educated, heterosexual white man. It’s now up to others to continue the debate on the pressing and topical matter of difference.

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Pressestimmen | Radio

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Radio SRF - Kultur    6. Juni 2022    Literaturkritikerin Annette König

Dreimal gesehen und überraschend viel vom Film gehalten

Frage von Redaktor Florian Hauser: Was sie vom Film halte?

Annette König: Überraschend viel. Ich habe den Film zweimal gesehen und ein drittes Mal, um alles zu verifizieren... Die Dramaturgie erzeugt Spannung... Der Film trägt anderthalb Stunden... Keinen Moment gelangweilt... Macht Lust, sich mit seinem Werk auseinanderzusetzen.

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Radio Top    27. September 2021    Kultur

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Kurzbeitrag des Ostschweizer Regionalradios.

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RTR Radio Rätoromanische Schweiz    10. Oktober 2021    Anna Caprez

Impurtant autur da la Svizra

Adolf Muschg vala sco in dals pli impurtants auturs da la Svizra tudestga. Ses num vegn savens menziunà ensemen cun Frisch e Dürrenmatt. Ils 10 d'october festivescha el ses 87avel natalizi. En in nov film documentar mira el enavos sin ina vita plaina d'acziun. «Adolf Muschg – der Andere» è il titel, e la premiera ha gì lieu dacurt al «Zurich Film Festival».

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