In Spanien gekämpft, in Russland gescheitert

Synopsis/Inhalt


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Männy Alt war ein Held des 20. Jahrhunderts. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus und war überzeugt, dass dieses brutale System nur eine Sprache versteht: die des Widerstands, wenn nötig mit Waffengewalt.

Zurück in der Schweiz, kämpfte er als Parlamentarier für mehr Gerechtigkeit, bis ihm der Kalte Krieg die Existenzgrundlage entzog. In der Sowjetunion, wohin er mit seiner Familie emigrierte, suchte er das Arbeiterparadies. Als er enttäuscht in die Heimat zurückkehren wollte, versuchten die Schweizer Genossen dies zu verhindern.

Erich Schmid hat Männy Alts Lebensgeschichte anhand von Interviews, Briefen, Protokollen und einer Vielzahl von Bildern aufgearbeitet. Entstanden ist eine packende Biografie, die Einblick gibt in ein Jahrhundert voller Hoffnungen und Schrecken. Ralph Hug hat Alts Engagement im spanischen Bürgerkrieg im Nachwort in einen historischen Zusammenhang gestellt.


Kurztext Plakat (310 Zeichen)

Männy Alt war ein Held des 20. Jahrhunderts. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus. In der Schweiz kämpfte er als Parlamentarier für mehr Gerechtigkeit. In Russland suchte er das Arbeiterparadies. Als er enttäuscht zurückkehren wollte, versuchten die Schweizer Genossen dies zu verhindern.


Kurztext I zum Inhalt (ca. 500 Zeichen)

Männy Alt riskierte sein Leben in der Hoffnung auf eine gerechtere Welt

Männy Alt war ein Held des 20. Jahrhunderts. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus und war überzeugt,  dass dieses brutale System nur eine Sprache versteht: die des Widerstands, wenn nötig mit Waffengewalt. Später kämpfte er als Parlamentarier für mehr Gerechtigkeit, bis ihm der Kalte Krieg die Existenzgrundlage entzog. Auswandernd mit seiner Familie, suchte er in der Sowjetunion das Arbeiterparadies, und als er enttäuscht in die Heimat zurückkehren wollte, versuchten die schweizerischen Genossen dies zu verhindern.


Kurztext II zum Inhalt (ca. 500 Zeichen)

Die Biographie eines Arbeiters bringt die Konflikte des 20. Jahrhunderts auf den Punkt

Männy Alt war einer jener Menschen, die wir bewundern, weil sie ihre Überzeugung nicht nur offenbarten, sondern auch lebten. Er hatte dafür bezahlt: Zuerst als Arbeitsloser im eigenen Land, dann im Spanischen Bürgerkrieg, wo er gegen den Faschismus kämpfte. Schliesslich wanderte er samt Familie nach Russland aus, halb gezwungenermassen, halb hoffend auf ein Arbeiterparadies. Doch das Sowjetsystem machte ihm zu schaffen – und noch mehr die Schweizer Kommunisten, die seine Rückkehr in die Heimat verhindern wollten.

Innenklappe (ca. 1300 Zeichen)

Hermann „Männy“ Alt bezeichnete sich einmal als „Kind der Krise“, denn schon kurz nach seiner Schlosserlehre stand er mit vielen anderen arbeitslos auf der Strasse. Er freundete sich mit jungen Kommunisten an. 1933, lange vor den Säuberungen, reiste er mit einer Jugenddelegation nach Russland und war begeistert. Die Solidarität in seinem damaligen Umfeld bewog ihn 1937, als Interbrigadist in den Spanischen Bürgerkrieg zu ziehen. Anderthalb Jahre stand er fast ununterbrochen an der Front und kehrte schwer traumatisiert in die Schweiz zurück, wo er sogleich wegen fremden Kriegsdiensts verurteilt wurde. Da er vor den Richtern nicht bereute, gegen den Faschismus gekämpft zu haben, musste er fünf Monate Gefängnis absitzen. Am Ende des 2. Weltkriegs führte er als Politiker der Partei der Arbeit den ersten Streik italienischer Fremdarbeiter in der Schweiz an. Dadurch verlor er den Rückhalt der Gewerkschaften und landete auf der schwarzen Liste der Unternehmer. In misslicher Lage klagte seine Frau, eine von den Nazis 1942 deportierte Ukrainerin, über Heimweh. Da entschloss er sich 1956, mit der Familie in die Sowjetunion auszuwandern. Nach zwei enttäuschenden Jahren im Arbeiterparadies wollte er in die Schweiz zurück. Doch dagegen intervenierten die schweizerischen Genossen in Moskau.


Kurztext III zum Inhalt (ca. 2000 Zeichen)

Das reiche Leben des Arbeiters Männy Alt

Hermann Alt (1910-2000) stand als mutiger Kämpfer an jenen Fronten, die das 20. Jahrhundert prägten: zuerst 1937-38 im spanischen Bürgerkrieg; dann wanderte er mitten im kalten Krieg in die Sowjetunion aus, um als gelernter Schlosser Aufbauhilfe zu leisten. Beide Engagements standen im Zeichen der Hoffnung. In Spanien ging es um den Kampf gegen den Faschismus und für eine bessere Welt. In Russland hoffte er, das Arbeiterparadies anzutreffen, von dem seine Genossen schwärmten. – Am Ende des 2. Weltkrieges hatte er vom sagenhaften Aufschwung der kommunistischen Partei der Arbeit profitiert und wurde an seinem Wohnort Gemeinde- und im Baselbiet Landrat der PdA. Als engagierter Politiker und als Gewerkschafter war er mehrmals Streikführer, u. a. in Pratteln, wo es 1948 erstmals um die Besserstellung der italienischen Fremdarbeiter in der Schweiz ging. Dabei dachte Männy Alt zuletzt an sich selbst. Er geriet auf die schwarzen Listen und verarmte ohne Chance, je wieder eine anständige Arbeit in seinem Metier zu bekommen. Zwei Beweggründe bewogen ihn, 1956 mit der Familie in die russische Industriestadt Schdanow zu emigrieren, am Asowschen Meer: Seine fortdauernde Arbeitslosigkeit und das Heimweh seiner Frau, die 1942 von den Nazis aus der Ukraine nach Deutschland deportiert worden war. Doch seine Träume vom sowjetischen Arbeiterparadies wichen der Ernüchterung. Als er in die Schweiz zurückkehren wollte, intervenierte die PdA bei den Sowjets und versuchte, seine Ausreise zu verhindern. Sie befürchtete, er wirke „wie eine antisowjetische Flagge“ und könnte die Sowjetunion diskreditieren. Die Obstruktion war erfolgreich, bis Männy Alt illegal durch halb Russland in die schweizerische Botschaft nach Moskau floh. Doch als seine Familie endlich ausreisen konnte, kamen die russischen Freunde zum Bahnhof und überhäuften die Familie mit so vielen Blumensträussen, dass das Waggonabteil überquoll. Dann setzte sich der Zug in Bewegung, und allseits füllten sich die Augen.


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Mittellanger Text (2700 Zeichen)

Biographie über den Spanienkämpfer Hermann „Männy“ Alt

Das reiche Leben eines Arbeiters

Von Christine Schaub

Hermann Alt (1910-2000) stand als mutiger Kämpfer an jenen Fronten, die das 20. Jahrhundert prägten: zuerst 1937-38 im spanischen Bürgerkrieg, dann wanderte er mitten im kalten Krieg in die Sowjetunion aus, um als gelernter Schlosser Aufbauhilfe zu leisten. Beide Engagements standen im Zeichen der Hoffnung. In Spanien ging es um den Kampf gegen den Faschismus und für eine bessere Welt.

Am Ende des 2. Weltkrieges war Männy Alt Gründungsmitglied der PdA und wurde in Füllinsdorf in den Gemeinderat und später in den Baselbieter Landrat gewählt. Als engagierter Politiker und Gewerkschafter führte er mehrere Streiks an, bei denen es erstmals um die Besserstellung der italienischen Fremdarbeiter ging. Dabei dachte Männy Alt zuletzt an sich selbst. Er geriet auf die schwarzen Listen und blieb ohne Chance, je wieder eine anständige Arbeit in seinem Metier zu bekommen.

Die russische Emigration

Schliesslich emigrierte er mit seiner russischen Ehefrau, die 1942 von den Nazis deportiert worden war und Heimweh hatte, nach Schdanow, eine vom Krieg zerstörte sowjetische Industriestadt am Asowschen Meer, um dort als gelernter Schlosser Aufbauhilfe zu leisten. Doch die Träume vom russischen Arbeiterparadies wichen der Ernüchterung. Als Männy Alt nach zwei Jahren in die Schweiz zurückkehren wollte, flog der PdA-Genosse Robert Krebs im Auftrag von Edgar Woog nach Rostow, um bei den Sowjets die Ausreise der Schweizer Familie zu verhindern. Sie befürchteten, Männy Alt könnte im kapitalistischen Westen „wie eine antisowjetische Flagge“ wirken, wenn er seine Erlebnisse erzähle.

Flucht in die Botschaft

Die PdA-Obstruktion in der Sowjetunion war erfolgreich, bis Männy Alt mit seiner Frau und den beiden Kindern illegal durch halb Russland in die schweizerische Botschaft nach Moskau floh. Die abenteuerliche Flucht ermöglichte 1960 endlich die Rückkehr in die Schweiz.

Das Buch handelt nicht nur vom spanischen Bürgerkrieg, sondern vermittelt auch eine einzigartige Innenansicht eines Schweizers auf die Zustände in der Sowjetunion während des kalten Krieges und liest sich wie ein Roman voller Überraschungen und Wendungen. 

Filmische Lesungen

Der Autor Erich Schmid bietet interessierten Kreisen eine spannende „Filmische Lesung“ mit ausgewählten Buchtexten und Videoprojektionen an, die er als Filmemacher zusammengestellt hatte. Im Theater Neumarkt, Zürich, und im Kino Palace, St. Gallen, hat SGB-Präsident Paul Rechsteiner, der die Spanienkämpfer rehabilitierte, mitgewirkt.

Das Buch

„In Spanien gekämpft, in Russland gescheitert – Männy Alt (1919-2000) – ein Jahrhundertleben“ von Erich Schmid im Orell Füssli Verlag, Zürich 2011, ca. 200 Seiten, 39.80.


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Synopsis

In Spanien gekämpft, in Russland gescheitert

Hermann „Männy“ Alt (1910-2000) – ein Jahrhundertleben

Hermann «Männy» Alts Lebensgeschichte (1910–2000) liest sich wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Stationen gehören der Spanische Bürgerkrieg, die Emigration in die Sowjetunion, die Rückkehr in die Schweiz und schliesslich die Anerkennung durch Bundesrätin Ruth Dreifuss.

Geboren wurde Männy Alt am 15. Dezember 1910 im Eckzimmer des Restaurants Rössli in Füllinsdorf im Kanton Basel-Landschaft. Die Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Generalstreik 1918 prägten sich tief in sein kind­liches Bewusstsein ein. Die Arbeitslosigkeit zu Beginn der 1930er-Jahre machte den gelernten Schlosser zum Gewerkschafter und aktiven Linken. 1933 wurde Alt mit einer Gewerkschaftsdelegation zu einer mehrwöchigen Reise in die Sowjetunion eingeladen. Wie er später immer wieder zu erzählen pflegte, war der Höhepunkt der Reise für ihn ein Tischgespräch, das er mit Nadeshda Krupskaja, der Schweizerdeutsch sprechenden Gattin Lenins, führen durfte.

Als 1936 General Franco die demokratisch gewählte Republik angriff, reiste Männy Alt nach Spanien, um in den Internationalen Brigaden gegen die Faschisten zu kämpfen. Die Schlacht von Brunete und der Tod seiner jugend­lichen Kampfgefährten blieben ihm im Gedächtnis und riefen sich bis zu seinem eigenen Tod in Alpträumen im­mer wieder in Erinnerung. Zurück in der Schweiz wurde Alt wegen seines Engagements in Spanien von einem Militärgericht zu fünf Monaten Gefängnis unbedingt verurteilt und anschliessend in den Aktivdienst eingezogen.

1944 lernte Männy Alt Tatjana Baklykowa kennen. Tatjana Baklykowa war eine junge Russin, die als Zwangs­arbeiterin aus der Ukraine nach Treblinka verschleppt worden war. Dann wurde sie nach Stühlingen deportiert, nahe der Schweizergrenze, und wurde Opfer von Blutentnahmen für die deutsche Front. Dabei wurde sie immer wieder bewusstlos, bis ihr das polnische Krankenpersonal und ein junger deutscher Bauer zur Flucht in die Schweiz verhalfen. Sie kam in Männy Alts Nachbardorf. 1944 heiratete er sie, damit sie nach dem Krieg nicht wie viele andere Flüchtlinge nach Russland abgeschoben werden konnte.

Männy Alt war immer politisch und gewerkschaftlich aktiv, unter anderem als Mitbegründer der Arbeiter-Union in Füllinsdorf. 1943 wurde er Füllinsdorfer Gemeinderat und 1944 auf einer Gewerkschaftsliste in den Baselbieter Landrat gewählt. Später war er als Mitglied der PdA im Kantonsparlament. Als er trotz Friedensabkommen in der Metallindustrie den ersten schweizerischen Italienerstreik bei der Waggonfabrik Schindler in Pratteln anführte, wurde er von der eigenen Gewerkschaft verstossen und von den Arbeitgebern auf die «schwarze Liste» gesetzt. Er war ein Opfer der damaligen Konkurrenzkämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten und bekam keine Arbeit mehr.Dann zog er mit seiner Familie nach Genf, wo er zwischen 1952 und 1956 jede Dreckarbeit annehmen musste, um zu überleben.

Das Heimweh seiner Frau Tatjana Alt-Baklykowa und seine Hoffnungen auf ein besseres Leben in Russland bewogen Männy Alt, 1956, kurz vor dem sowjetischen Einmarsch in Ungarn, mit seiner Familie nach Schdanow (heute Mariupol) am Asowschen Meer zu emigrieren.Dort arbeitete er in einem grossen Stahlwerk, seine Frau auf der Krankenstation. Die Kinder besuchten die normalen sowjetischen Schulen. Doch die Träume vom Arbeiter­paradies wichen schon bald der Ernüchterung. Die fehlende Meinungsfreiheit setzte Männy Alt, dem früheren Parlamentarier, immer mehr zu. Er beschloss, in die Schweiz zurückzukehren. Doch da aktivierte die PdA-Füh­rung ihre Kanäle nach Moskau und versuchte, seine Ausreise aus Russland zu verhindern. Die Partei befürch­tete, dass er nach seiner Rückkehr in die Schweiz die Sowjetunion diskreditieren könnte. Zwei Jahre war die PdA-Obstruktion bei den Sowjets erfolgreich, bis Männy Alt mit seiner Familie illegal und unter erheblicher Gefahr durch halb Russland in die schweizerische Botschaft nach Moskau fliehen konnte.

1960 kehrte die Familie Alt in die Schweiz zurück. Männy Alt fand Arbeit bei Escher-Wyss in Zürich, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Der Preis für die Anstellung war die politische Enthaltsamkeit, die ihm sein neuer Arbeitgeber verordnete. Nach der Pensionierung musste er noch zehn Jahre als Ausläufer bei einer Bank arbeiten, da er nur ungenügend altersversorgt war. Seine letzten Jahre verbrachte Alt wieder in Füllinsdorf. Seine Frau Tatjana verstarb, durch die medizinischen Behandlungen der Nazis schwer gesundheitsgeschädigt, knapp 50jährig im Jahr 1978.

Eine späte Genugtuung erhielt Männy Alt 1994, als er die Ehrung als Spanienkämpfer von Bundesrätin Ruth Dreifuss entgegennehmen durfte. Einen weiteren Höhepunkt erlebte er im November 1996, als er als Mitglied der Schweizer Delegation in Spanien mit über 400 überlebenden Veteranen aus den Internationalen Brigaden für seine Verdienste geehrt wurde. Hermann Alt verstarb am 5. November 2000 kurz vor seinem 90. Geburtstag.


Die Quellen und die Darstellung

Die Darstellung von Männy Alts Lebensgeschichte fusst auf einem mehrtägigen Interview mit dem Protagonisten zu einer Zeit, als sich dieser noch detailliert an seine Erlebnisse erinnern konnte. Später folgten ausführliche Interviews mit den Kindern Tamara und Paul Alt. Die mündlichen Berichte der Familie werden ergänzt durch schriftliche Zeugnisse von Männy Alt und seiner Frau Tatjana aus dem Familiennachlass. Den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext erschliessen Akten und Dokumente aus zahlreichen Archiven, die der Autor zusammen mit dem Historiker und Journalisten Ralph Hug ausgewertet hat.

Interviewauszüge, Briefe, Protokolle, erläuternde und erzählende Passagen sowie eine Vielzahl von Illustrationen aus dem Nachlass, die Einblick geben in den schweizerischen und sowjetischen Alltag, ergeben einen spannenden Mix und machen das Buch zu einer abwechslungsreichen Lektüre.

Inhalt und Darstellungsform sprechen nicht nur Fachleute an, sondern ein breites schweizerisches Publikum. Für den wissenschaftlichen Anteil bürgt der Journalist und Historiker Ralph Hug, Mitarbeiter an diesem Buch, der sich mit seiner Forschung auf dem Gebiet des Spanischen Bürgerkriegs einen Namen gemacht hat. Sein Nachwort bettet das Einzelschicksal von Männy Alt im Spanischen Bürgerkrieg in einen grösseren historischen Zusammenhang ein.


Lehrbuch der Schweizer Geschichte

Männy Alts Lebensgeschichte beeindruckt, berührt und beschäftigt Leserinnen und Leser über die unmittelbare Lektüre hinaus. Sie ist ein Spiegel des 20. Jahrhunderts, seiner Ideale, Ideologien und Schrecken. Sie zeigt am Beispiel einer aussergewöhnlichen Lebensgeschichte auf, was der Historiker Eric Hobsbawm in seinem monumentalen Werk «Das Zeitalter der Extreme» schildert: ein Stück Weltgeschichte.

Zugleich ist Alts Biografie auch ein Lehrbuch der Schweizer Geschichte, die bisher noch zu wenig ins öffentliche Bewusstsein gelangt ist: Einerseits ist es die Geschichte der Schweizer Spanienkämpfer, die über viele Jahrzehnte geächtet worden sind (eine Rehabilitierung per Gesetz, welche die Spanienfreiwilligen entkriminalisierte, erfolgte erst 2009) – und anderseits ist es die Geschichte der Linken, welche in der Nachkriegszeit, im Bestreben, zwischen den Fronten des Kalten Kriegs ihren Weg zu finden, mitunter zu kläglichen, folgenreichen Mitteln griffen. Dies, nach ihrem beträchtlichen antifaschistischen Engagement und ihrer humanitären Flüchtlingshilfe vor und während des 2. Weltkriegs.


Inhaltsverzeichnis

Die Skandinavia-Bar 9
Wer war Otto Brunner? 13
Deserteur, Spion, Mörder? 15
Parteiausschluss und Wiedereintritt 16
Von Anny Brunner mitgerissen 20
Erste Russlandreise 23
Auf, nach Spanien! 29
Jarama 36
Madrid 41
Guadalajara 44
Brunete 45
Belchite 48
Teruel 52
Vorstoss der Faschisten 53
Rückkehr in die Schweiz 55
Weder Gnade noch Gesuch 56
Vom Knast zur Armee 59
Die Schindler-Streiks 71
Zum Blutsaugen deportiert 76
Vom Straflager ins Gefängnis 82
Flucht nach Genf 89
Die Auswanderung 97
Der sowjetische Maulkorb 106
Der Kinder schönste Schulzeit 108
Schlamperei im Kollektiv 112
Die Hoffnung in den Briefen 115
Der Schweizer Spion in Moskau 116
Wie ein Sandkorn im Meer 121
Der schweizerische Emissär 124
Die antisowjetische Flagge 127
Flucht in die Botschaft 129
Heimkehr in die Schweiz 137
Sprachprobleme 140
Vom Verrat zur Auskunft 141
Parteipolitische Häme 144
Rocky, Desperados 145
In Spanien nach Francos Tod 149
Epilog 153
Postume Plauderei mit Männy Alt 155
Nachwort von Ralph Hug 159
Anhang 167
Briefe zwischen Schdanow und Moskau 167


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