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Adolf Muschg – The Other

(Adolf Muschg – der Andere)

Press Review


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cineuropa.org    September 30, 2021    Giorgia Del Don

Adolf Muschg – The Other

With his latest feature film, Erich Schmid treats us to a portrait of an unusual individual who has left a lasting imprint on cultural history, in Switzerland and elsewhere

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Testo originale in italiano...

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Radio Top    September 27, 2021    anonym

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Kurzbeitrag des Ostschweizer Regionalradios.

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Bluewin News /sda    September 27, 2021

«Zwei Künstler, zwei Zürcher, zwei weise alte Männer.»

Mit dem Schriftsteller Adolf Muschg und dem Graffitikünstler Harald Naegeli kommen am 17. Zurich Film Festival zwei grosse Schweizer Persönlichkeiten zu filmischen Ehren.

Beide Werke, die am Wochenende als Weltpremieren am Zurich Film Festival gezeigt wurden, haben Tradition im Schweizer Filmschaffen. Der Dokumentarfilm hat seit jeher einen hohen Stellenwert im einheimischen Film, und Porträts über Persönlichkeiten, gerade auch über Künstler – sogenannte Biopics – werden jedes Jahr produziert.

Die Filmporträts «Adolf Muschg – Der Andere» von Erich Schmid wie auch «Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich» von Nathalie David reihen sich in das in der Schweiz herausragende Genre des Biopics ein. Wer an den beiden Kulturgrössen interessiert ist, wird von den neuen Filmen nicht enttäuscht, weil sowohl Muschg wie Naegeli auch Überraschendes und Persönliches preisgeben.

Ironische Statements

Während der grosse Intellektuelle Adolf Muschg den Film mit wohlformulierten Worten quasi alleine bestreitet, versucht sich der scheue Protestkünstler Harald Naegeli den Dreharbeiten immer wieder zu entziehen. Muschg ist nicht nur in fast jeder Szene im Bild, er erzählt quasi im Alleingang sein ganzes Leben. Naegeli hingegen lässt seine Kunst sprechen und mischt sich nur sporadisch mit ironischen Statements und einem maliziösen Lächeln ein.

Der 87-jährige Muschg, aus schwierigen Verhältnissen stammend, erzählt von seiner Kindheit («Jugend war schwer»), der Zeit im Internat («die Hölle»), seiner Hypochondrie, die ihn von klein auf begleitet. Der 82-jährige Naegeli, in die Zürcher Grossbourgeoisie geboren, bleibt zeitlebens bescheiden und blickt, trotz internationalem Haftbefehl und Gefängnisaufenthalt, ohne Verbitterung auf sein Leben («Der geschlossene Vollzug hat meinen Ruhm begründet»).

Adolf Muschg begleitet uns durch die Stationen seines Lebens als Schriftsteller und Literaturprofessor, von Berlin nach Japan, zurück nach Zollikon, wieder Japan, dann Göttingen, die USA und wieder in die Schweiz – Naegeli viel unspektakulärer von Zürich nach Düsseldorf und zurück nach Zürich. Muschg liebt den Auftritt, das Publikum, den Applaus – Naegeli, der als Sprayer seine Identität lange geheim zu halten wusste, bleibt zeitlebens ein scheuer Einzelgänger.

Filmisches Vermächtnis

Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten. Beide sind mit sich selbst zufrieden, beide wissen, dass das Leben zu Ende geht, beide sind, auch im hohen Alter, kritische Beobachter der politischen Vorgänge. Das Privatleben der beiden Künstler bleibt weitgehend ausgespart, einzig Muschgs dritter Ehefrau, der Japanerin Atsuko Kanto, ist ein Auftritt gegönnt.

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Zolliker/Zumiker Bote    September 24, 2021

Adolf Musch – der Andere

Im Rahmen des ZFF wird ein Film über den gebürtigen Zolliker Adolf Muschg gezeigt. Gedreht von Erich Schmid im Zumiker Bill-Haus, wo der Regisseur, verheiratet mit Max Bills Witwe. lebt und arbeitet.

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art.tv    September 21, 2021

«Mit Humor und Offenheit führt Adolf Muschg mit persönlichem Kommentar durch den Film.»

Das Schöne am Andern sei, dass man nichts über ihn, jedoch viel über sich selbst erfährt!

Das dokumentarische Porträt von Regisseur Erich Schmid folgt Muschg nicht nur auf seinem Werdegang, sondern auch auf den Spuren seines letzten Romans «Heimkehr nach Fukushima» ins verstrahlte Japan und ins Zen-Kloster. Mit Humor und Offenheit führt Adolf Muschg mit persönlichem Kommentar durch den Film.

Adolf Muschg, nach Frisch und Dürrenmatt der bedeutendste Schweizer Intellektuelle, schrieb sich in die vordersten Ränge der Literatur. Er war ETH-Professor und präsidierte die Akademie der Künste in Berlin. Der biografische Film folgt den Spuren seines Romans Heimkehr nach Fukushima ins radioaktive Gebiet, aber auch ins japanische Zen-Kloster, wo er sein Anderes gesucht hatte, um das Fremde besser zu verstehen. Der Start ins Leben war schwer. Sein Vater starb früh, die Mutter war depressiv. Als Halbwaise durchlief er das Internat, studierte in Zürich und Cambridge, lehrte in Tokio, Göttingen und an der Cornell University in den USA, wo er in den Aufbruchjahren von 1967-69 («Vietnam», «Woodstock») politisiert wurde.

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Le Temps    September 9, 2021

Le Temps

[...] les 22 films suisses comprennent Adolf Muschg – der Andere (Adolf Muschg – cet autre) d’Erich Schmid. Cet biographie se déroule au Japon, en Suisse et en Allemagne, où Adolf Muschg, en tant que président de l’Académie des arts, occupait la plus haute fonction culturelle du monde germanophone dans le Berlin des années 2000.

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